Der Konfliktlotse

Methodentraining für Konfliktmanagement und systematische Problemlösung

Ausgangssituation
Die Konfliktthematik im Unternehmensbereich stellt sich immer stärker in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, auch und gerade für Führungskräfte, die ja mit den KollegInnen und KundInnen im dauerhaften und direkten Kontakt stehen. Den Konfliktbeteiligten fehlen oft die nötigen Kompetenzen, einen Streit so auszutragen, dass niemand davon Schaden nimmt und kein „Unbeteiligter“ hineingezogen wird. Als erste Ansprechperson wenden sich die MitarbeiterInnen häufig an die Führungskraft, die hier „für Ruhe sorgen sollen“, den anderen „zur Räson bringen soll“ und dem jeweiligen Hilfesuchenden bestätigen soll, dass er oder sie alleine im Recht sei. Die Angesprochenen fühlen sich hier oftmals überfordert, sie stehen in der Mitte, sollen und wollen den entstandenen Konflikt konstruktiv und nachhaltig klären, kennen aber nicht die Mittel und Wege dazu.

Wieso gestalten sich Gespräche mit den Konfliktbeteiligten, aber auch den „Außenstehenden“, z.B. KundInnen oft so schwierig? Ein weiteres Konfliktfeld stellt sich im Umgang mit KollegInnen dar. Da gibt es Vorwürfe und Anschuldigungen – Konflikte scheinen vorprogrammiert. Doch eines ist klar: eine funktionierende Kommunikation zwischen MitarbeiterInnen, KundInnen und Führungskräften ist eine wesentliche Voraussetzung für ein positives Arbeitsklima. Die Erwartungen auf beiden Seiten sind vielfältig und oft sehr emotional geprägt. Das gegenseitige Verstehen und die Klärung konflikthafter Punkte in einer vertrauensbildenden Atmosphäre ermöglicht die Entwicklung einer guten Gesprächskultur. In dieser Weiterbildung steht ein intensives Gesprächstraining im Konfliktbereich. Sie trainieren professionelle Konfliktlösungs-Gespräche ziel- und ergebnisorientiert in sachlicher und konfliktfreier Atmosphäre zu führen.

Ziel ist natürlich auch, dass diese Interventionsform bei Konfliktfällen akzeptiert und genutzt wird. Die Konfliklotsen erlernen die Grundregeln der Mediation und werden dadurch in die Lage versetzt, zwischen den Konfliktparteien nach dem Verfahren der Mediation zu vermitteln. Die Anwendung von Peer-Mediation befähigt die Ausbildungs-Teilnehmer mehr Selbstverantwortung für ihre eigenen Belange zu übernehmen. Durch Übergabe der Verantwortung für Konfliktfälle soll der Vorgesetzte in seinem Arbeits-Umfeld entlastet werden.

Das allgemeine Ziel der Ausbildung liegt darin, möglichst umfassend in Mediation auszubilden und die nötigen Kompetenzen zu vermitteln. Den Teilnehmenden werden Handlungskompetenzen in Kommunikation, Mediation und Konfliktbearbeitung vermittelt, die dazu dienen in der Mediation bewusst in Konfliktgeschehen eingreifen zu können und eigenes Verhalten bewusster einzuschätzen.